Die ersten Studierenden der Fachschule für Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Logistik auf dem Weg zum Examen: Vorstellung der Projektarbeiten am 31.01.2024

Am 31.01.2024 ist es endlich soweit: Zum ersten Male präsentieren Studierende unserer Fachschule für Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Logistik in einem öffentlichen Rahmen einem breiteren Publikum bestehend aus Studierenden und Lehrenden das Ergebnis ihrer Projektarbeit.

Die Aufgabe für die Studierenden lautet, im Rahmen eines Projektes ein betriebliches real existierendes logistisches Problem zu erkennen, zu analysieren und einen gangbaren Lösungsweg aufzuzeigen. Dabei agieren die Studierenden als Beratende des jeweiligen auftraggebenden Unternehmens. Als Ergebnis des Abends werden dem Publikum von den insgesamt vier Projektteams sehr unterschiedliche betriebliche Handlungsbedarfe rund um das Thema Logistik vorgestellt. Alle zu bearbeitenden Themen stammen aus der betrieblichen Realität:

Eine Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, den Wareneingang eines Industrieunternehmens sowohl räumlich wie auch digital zu restrukturieren, ein anderes Team hat den Anspruch, die Reklamations- und Retourenquote eines Großhandels zu senken, eine dritte Gruppe überführt ein Autohaus in die nahezu komplette Digitalisierung, um somit nachhaltig Papier zu vermeiden und das vierte Team stellt sich dem Auftrag eines Entsorgungsberaters die Menge von fehlbefüllten Abfall-Containern bei seinen Kunden reduzieren.

Alles Projekte also, die nicht nur die Studierenden ihrem Abschluss näherbringen, sondern auch wichtige Handlungsergebnisse für die auftraggebenden Unternehmen darstellen können.

Der Präsentation sind aber zuvor aufregende Monate für die Studierenden voran gegangen – ist doch das Projektergebnis, das gemeinsam in einem Team von idealerweise bis zu vier Studierenden innerhalb von drei Monaten im 5. Semester erarbeitet wird, Teil des Examens. Kurz nach den Sommerferien geht es also für die Studierenden mit der ersten Planung los:

Welches Unternehmen ist bereit, ein Team von jungen Fachkräften hinter ihre Kulissen schauen zu lassen und notwendige Daten, die zur Problemlösung unabdingbar sind, zur Verfügung zu stellen? Und eine weitere wichtige Frage: Passt es auch im jeweiligen Team – sowohl menschlich wie auch fachlich?

Begleitet werden die Teams während dieser arbeitsreichen Zeit von Lehrerinnen und Lehrern der Fachschule, die bei Fragen zum Projektablauf beratend tätig sind. Vieles ist für die Studierenden neu: Sie arbeiten sich in die Prinzipien des Projektmanagements und des wissenschaftlichen Arbeitens ein, um in einer anschließenden fundierten Dokumentation ihre Ergebnisse auch schriftlich niederlegen zu können. Dass alle Studierenden während dieser Zeit voll berufstätig sind, macht die Aufgabe nicht leichter. Für Freizeit und Pflege sozialer Kontakte bleibt also nur sehr wenig Zeit.

Die Projektpräsentation bildet gleichzeitig den Höhepunkt und das Ende dieser Phase und findet in einem Rahmen statt, der auch den Studierenden der nachfolgenden Jahrgänge die Gelegenheit bietet, sich für die eigene Projektphase inspirieren zu lassen. Zwischen den einzelnen Gruppenvorstellungen nutzen daher viele Studierenden die Möglichkeit, sich intensiv auszutauschen.

Und wie bewerten nun die betroffenen Studierenden die Projektphase? Alle Studierende empfanden diese Zeit als sehr arbeitsintensiv und durchaus auch bis an die eigene Belastungsgrenze gehend. Positiv wird vermerkt, dass die Durchführung von Online-Meetings innerhalb der Gruppen eine spürbare Entlastung hinsichtlich des Zeitmanagements innerhalb des Teams nach sich zieht. Herausgestellt wird aber auch, dass ein effektives Arbeiten nur in Kleingruppen (bis zu vier Team-

Mitgliedern) sinnvoll ist, da Berufstätigkeit, Familie und Projektarbeit koordiniert werden müssen. Ein Hinweis, den die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer zukünftig stärker in den Blick nehmen werden.

Die Aussagen der betroffenen Studierenden lassen sich wie folgt zusammenfassen:

„Es war eine intensive und stressige Zeit und wir sahen uns mit vielen neuen Inhalten und Situationen konfrontiert. Wir wissen aber auch, dass uns Projektierungen im beruflichen Kontext immer wieder begegnen können und wir dann auf unsere hier gemachten Erfahrungen zurückgreifen können.“

Doch nicht nur die Studierenden, auch die Lehrenden im Bildungsgang haben nun ihre ersten Erfahrungen gesammelt, die sie in die nächste Projektphase einbringen werden, um die dann folgenden Studierenden bei der Umsetzung ihrer Projektarbeiten zielgerichtet unterstützen zu können.

OStR' Camilla Rothermel
Bildungsgangleitung Fachschule für Wirtschaft
rothermel@berufskolleg.de0 21 03/ 9 66 1-0

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